Lake Manyara National Park, Tansania
von Philipp Poppe
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Lake Manyara National Park, Tansania

Der sich über eine Länge von 50 km am Fuße des 600 m hohen rost-goldenen Rift-Valley-Abhangs hinziehende Manyara-See ist ein landschaftliches Juwel, das von Ernest Hemingway als „das Schönste, was ich je in Afrika gesehen habe“ gepriesen wurde. Auf kleinem Raum bietet die Tierbeobachtungs-Rundfahrt durch den Manyara-Park alles, was man auf Safari in Tansania erleben kann. Hinter dem Eingangstor windet sich die Straße durch einen Abschnitt üppigen dschungelähnlichen Grundwasserwalds, wo Hundertschaften von Pavianen nonchalant am Straßenrand faulenzen, Diademmeerkatzen flink durch die uralten Mahagonibäume turnen, zierliche Buschböcke vorsichtig aus dem Schatten treten und seltsam große Wald-Nashornvögel im hohen Blätterdach laut und misstönend rufen. Einen Kontrast zur Intimität des Waldes bildet die grasbewachsene Schwemmebene, von der man über den alkalihaltigen See weit nach Osten sieht zu den zerklüfteten blauen Vulkangipfeln, die sich aus den endlosen Massai-Steppen erheben. Große Büffel-, Gnu- und Zebraherden versammeln sich auf diesen grünen Ebenen. Dort finden sich auch viele Giraffen, manche von ihnen farblich so dunkel, dass sie aus der Distanz schwarz erscheinen. Der schmale Gürtel Akazienwald im Innern der Schwemmebene ist der bevorzugte Aufenthaltsort der legendären Bäume erkletternden Löwen und der Elefanten mit ihren eindrücklichen Stoßzähnen. In Manyara lernt man Tansanias Vogelwelt auf ideale Art und Weise kennen. Über 400 Arten hat man bisher verzeichnet, und sogar wer Afrika zum ersten Mal besucht, darf damit rechnen, ungefähr 100 dieser Arten während eines einzigen Tages beobachten zu können. Zu den Höhepunkten gehören die Tausende rosafarbener Flamingos auf ihrer ständigen Wanderschaft sowie andere große Wasservögel wie Pelikane, Kormorane und Störche.



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